LK Sport
Fragestellung:
Nenne 7 wesentliche für den Schulsport relevante Trainingsprinzipien und erläutere deine Auswahl!
Prinzip der individualisierten Belastung:
Aufgrund der großen Streuung sowohl des biologischen Alters (enorme Reife-, Größen- und Gewichtsunterschiede) als auch der sportlichen Leistungsfähigkeit und Motivationslage in einem Klassenverband sollten so weit wie möglich die Trainingsinhalte und -methoden differenziert an die jeweilige Individualität der Schüler angepasst werden. Dieser schwer realisierbare Anspruch kann beispielsweise durch die Bildung von Leistungs- und Neigungsgruppen bzw. die persönliche Förderung Einzelner durch den Lehrer oder durch Mitschüler erreicht werden.
Prinzip des trainingswirksamen Reizes:
Jeder Belastungsreiz muss eine bestimmte Schwelle überschreiten, damit ein Leistungszuwachs erzielt werden kann. Aufgrund der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit muss versucht werden, die Trainingsreize bzw. Anforderungen den individuellen Möglichkeiten der Schüler anzupassen. Beispiel „Klimmzüge“: Bei schwächeren Schülern kann der adäquate Trainingsreiz durch eine Ausführung im Schrägliegehang, bei stärkeren im freien Hang erreicht werden.
Prinzip der ansteigenden Belastung:
Eine Leistungssteigerung kann nur erfolgen, wenn die Anforderungen sowohl im technisch-koordinativen als auch konditionellen Bereich progressiv gesteigert werden nach dem Motto vom Einfachen zum Schwierigen bzw. vom Einfachen zum Komplexen.
Prinzip der variierenden Belastung:
Um eine Gewöhnung an einen Trainingsreiz zu vermeiden (= Minderung der Trainingseffizienz) sollte auf eine vielseitige, varianten- und abwechslungsreiche Belastungsgestaltung geachtet werden. Gleichzeitig dient dies der Motivation der Schüler.
Prinzip der kontinuierlichen Belastung:
Ohne kontinuierliche Belastung ist keine Leistungssteigerung möglich. Da der Sportunterricht normalerweise nur einmal wöchentlich über eine Doppelstunde erfolgt, müssten in jeder Trainingseinheit alle motorischen Hauptbeanspruchungsformen (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordinative Fähigkeiten) geschult werden. Dies ist aufgrund des Zeitmangels nur ansatzweise möglich. Sportliche „Hausaufgaben“ wären in dieser Hinsicht hilfreich.
Prinzip der richtigen Belastungsfolge:
Übungen, die ein hohes Maß an psycho-physischer Frische erfordern (Technik-, Schnelligeits- bzw. Schnellkraft und Maximalkrafttraining), sollten am Anfang stehen. Schnelligkeits- und Kraftausdauerübungen sollten vor einem finalen reinen Ausdauertraining zum Einsatz kommen.
Prinzip der Altersgemäßheit:
Alle Übungen und Methoden müssen sowohl hinsichtlich der Belastbarkeit als auch der Interessenslage den altersspezifischen Besonderheiten angepasst werden. Beispiel: „Kleine Spiele“ sollten insbesondere in den unteren Jahrgangsstufen zur systematischen Schulung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten zum Einsatz kommen.
Liebe Sportkolleg*innen,
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